FÖRDERUNGSGEMEINSCHAFT
ehemaliger Schülerinnen und Schüler des
REINHARD UND MAX MANNESMANN-GYMNASIUMS e.V.

Gründungsjahr 1996

 
 

Erinnerungen an unseren ersten Schulleiter
Wilhelm Berghahn

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Johann Wolfgang von Goethe

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb am 8. Januar 2010 im Alter von 83 Jahren unser hochverehrter Gründer und Ehrenvorsitzender

Herr Oberstudiendirektor a. D. Wilhelm Berghahn


Seine Leitidee bei der Gründung unserer Schule, deren erster Leiter er von 1964 bis ins Jahr 1991 war, war die Schaffung von Chancengleichheit für alle Schüler, die „Möglichkeit der Höheren Schulbildung für Kinder aus bildungsfernen Bevölkerungsschichten“. Sein „Gestaltungsansatz Offenheit" bereitete den Weg für das heutige Schulleben am Reinhard und Max Mannesmann Gymnasium. Dieser Gedanke war damals neu und bahnbrechend, wenn auch im Rückblick diese Möglichkeit selbstverständlich erscheint. Das Reinhard und Max Mannesmann Gymnasium war die erste Ganztagsschule in Duisburg und eines der ersten Gymnasien, an dem Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet wurden.


Für Herrn Berghahn standen seine Schüler stets im Vordergrund. Mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen verstand er zu motivieren, wo andere bereits aufgegeben hätten und erfüllte die Redewendung „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir!“ mit Leben. Fairness und die Maxime „im Zweifel für den Schüler“ war sicherlich ein Grundsatz seines pädagogischen Schaffens, ohne dass er dabei den objektiven Blick oder seine Autorität verlor. Wenn seine Großzügigkeit ausgebeutet wurde, konnte er konsequent durchgreifen (Schüler, die die Karnevalsfeiern auf den Veilchendienstag ausdehnten, konnten ein Lied davon singen) ohne seine Stimme zu erheben.


Die Tatsache, dass gestandene Personen in den besten Jahren von ihm immer noch als „Zeus“, „Majestix“ oder „ Big Boss“ sprechen, beweist den nachhaltigen Respekt gepaart mit persönlicher Zuneigung, die Wilhelm Berghahn zu erzeugen verstand. Andere Kosenamen bezogen sich eher auf seine phänotypischen Merkmale und bleiben deshalb an dieser Stelle unerwähnt. Er als brillanter Rhetoriker und Fan des feinen Humors hätte sicher auch damit umgehen können.


Auch nach seiner Pensionierung blieb Herr Berghahn „seiner“ Schule eng verbunden. Im Jahre 1996 gründete er die „Förderungsgemeinschaft ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Reinhard und Max Mannesmann-Gymnasiums e.V.“, übernahm den Vorsitz und warb Förderungsmitglieder mit dem Gedanken „unserer Schule etwas von dem zurückzugeben, was wir erhalten haben“. Erst vor Kurzem übergab er den Vorsitz an seinen Nachfolger Prof. Dr. Volker Breithecker. Danach nahm er als Ehrenvorsitzender weiter regen Anteil an der Vereinsarbeit und begrüßte mit großer Freude die Ehemaligen bei den von ihm initiierten Jubiläumsfeiern. Wir werden seine Wortgewalt vermissen, seine rhetorische Brillanz, die von einem höchste Konzentration abforderte, und seine legendären Tafelbilder, mit denen er den Schülern auch komplizierte Zusammenhänge näher bringen konnte. In seinem Sinne engagieren wir uns weiter für die Ziele der Förderungsgemeinschaft. Wir werden Herrn Berghahn immer ein ehrendes Andenken bewahren.



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